★★★★★ Ratgeber vom Fachgeschäft · Nähdschungel Solingen · zertifizierter baby lock Partner
Der Coversaum ist der sichtbarste Unterschied zwischen „selbst genäht“ und „gekauft“. Diese zwei parallelen Steppnähte am Shirtsaum, unten sauber verkettelt, elastisch und flach: Genau daran erkennt man Kleidung, die aussieht wie aus dem Laden. Wir haben drei baby lock Covermaschinen im Programm, und die Unterschiede sind schnell erzählt, weil sie alle drei dasselbe hervorragend können. Es geht darum, wie viel Komfort du willst und ob der Saum am Ende auch schön sein soll.
Was eine Covermaschine macht – und was nicht
Sie näht den Coverstich: oben zwei oder drei parallele Steppnähte, unten ein verketteter Faden, der die Stoffkante einschließt. Das Ergebnis ist elastisch, flach und belastbar, also genau das, was ein Jerseysaum braucht. Was sie nicht tut: Sie schneidet nicht, sie versäubert nicht und sie näht keine Teile zusammen. Eine Covermaschine ist eine Ergänzung, keine Grundausstattung.
Brauchst du überhaupt eine?
Das fragen wir im Laden zuerst, und die Antwort ist nicht immer ja. Mit einer Zwillingsnadel an der normalen Nähmaschine bekommst du oben ebenfalls zwei parallele Nähte, unten sieht es nur nicht so professionell aus und die Naht ist weniger belastbar. Wenn dich das bisher nicht gestört hat, spar dir das Geld. Wenn dich deine Säume ärgern, seit du sie zum ersten Mal bewusst angeschaut hast, dann ist eine Covermaschine eine der befriedigendsten Anschaffungen im ganzen Nähzimmer, weil der Fortschritt sofort sichtbar ist.
baby lock Cover Stitch BLCS – der ehrliche Einstieg
Die BLCS ist der günstigste Weg zu einem ordentlichen Coversaum bei uns. Der Greiferfaden wird per Luft eingefädelt, und das ist bei einer Covermaschine der Punkt, an dem sich alles entscheidet: Ein Farbwechsel dauert Minuten statt Nerven. Wer schon einmal einen Cover-Greifer von Hand eingefädelt hat, weiß, warum wir das an erster Stelle nennen.
Unsere Einschätzung: Sie macht nichts Spektakuläres, sie funktioniert einfach. Das ist als Lob gemeint. Für alle, die viel Jersey nähen und Säume wollen, die gelingen, ohne dass daraus ein Projekt wird, verkaufen wir sie bedenkenlos.
baby lock Euphoria – die, die am häufigsten mitgeht
Die Euphoria legt zwei Dinge drauf, die den Alltag spürbar verändern. Erstens die automatische Fadenzufuhr: Du justierst keine Fadenspannung mehr, egal ob feiner Viskosejersey oder dicker Sweat unter dem Fuß liegt. Zweitens einen Kniehebel, den sonst kaum eine Covermaschine hat. Wer schon einmal einen Saum mit beiden Händen geführt und gleichzeitig den Nähfuß anheben wollte, versteht in einer Sekunde, was das wert ist.
Unsere Einschätzung: Für uns eine der besten Covermaschinen am Markt und die, die bei uns am häufigsten mitgeht. Wenn du nur eine dieser drei probieren kannst, nimm diese, dann hast du den Maßstab.
baby lock Primo – wenn der Saum auch schön sein soll
Die Primo hat die Zuverlässigkeit und den Bedienkomfort der Euphoria und kann zusätzlich gestalten: Neben Kettenstich und klassischem Coverstich beherrscht sie Varianten mit sichtbarem Deckfaden auf der Oberseite. Damit wird der Saum vom notwendigen Übel zum Gestaltungselement, und mit dickeren Dekogarnen entstehen Kanten, die nach Absicht aussehen und nicht nach Verarbeitung.
Was uns stört: Nichts an der Maschine, aber am Kaufverhalten. Wenn du nur klassische Säume brauchst, sparst du mit der Euphoria Geld und verlierst dabei nichts. Die Primo lohnt sich für die, die den Aufpreis auch benutzen, und die erkennt man daran, dass sie beim Wort „Deckfaden“ nicken.
Die drei im direkten Vergleich
| Modell | Fadenspannung | Kniehebel | Dekorative Stiche | Für wen |
|---|---|---|---|---|
| Cover Stitch BLCS | manuell einstellbar | nein | nein | Der günstigste solide Einstieg |
| Euphoria | automatische Fadenzufuhr | ja | nein | Unsere Empfehlung für die meisten |
| Primo | automatische Fadenzufuhr | ja | ja, mit sichtbarem Deckfaden | Wer den Saum als Gestaltung nutzt |
Die Tabelle ist nach Preis sortiert, von der günstigsten zur teuersten. Die aktuellen Preise stehen auf den Produktseiten, auf alle Modelle gilt unsere Tiefpreisgarantie.
Was alle drei gemeinsam haben: Die Greiferfäden werden per Luft eingefädelt, es gibt einen Differentialtransport gegen wellige Säume in Maschenware, und die Verarbeitung ist die, für die baby lock in unserer Werkstatt einen Ruf hat.
Welche passt zu dir?
Du nähst gelegentlich Shirts und willst einfach saubere Säume. BLCS.
Du nähst regelmäßig Bekleidung und willst dich um nichts kümmern. Euphoria. Der Kniehebel allein ist den Unterschied wert.
Du willst mit dem Saum gestalten. Primo.
Du hast noch keine Overlock. Dann kauf die zuerst. Eine Covermaschine ohne Overlock ist wie ein Dachstuhl ohne Wände. Welche Overlock passt, steht in unserem Vergleich der vier baby lock Overlockmaschinen.
Was wir dir aus der Werkstatt mitgeben
Der Coverstich hat den Ruf, zickig zu sein. Bei baby lock liegt es fast nie an der Maschine, sondern an drei Dingen: falsche oder stumpfe Nadeln, zu wenig Stoffvorbereitung, und der Versuch, über dicke Quernähte zu fahren, ohne den Nähfußdruck anzupassen. Das sind genau die drei Handgriffe, die wir in der Einweisung zeigen, und ab dem PLUS-Paket bekommst du sie zusätzlich als Videokurs zum Nachschauen. Eine Covermaschine, die man nicht bedienen kann, ist der teuerste Staubfänger im Nähzimmer.
Alle drei stehen bei uns in Solingen-Ohligs nähbereit. Bring dein Lieblingsjersey mit, dann säumst du an drei Maschinen hintereinander und weißt danach, wovon wir reden.
Bring deinen Jersey mit, dann säumen wir gemeinsam an allen dreien.
Alle baby lock MaschinenZum Maschinenberater0212 74536 anrufenHäufige Fragen
Kann eine Covermaschine auch versäubern?
Nein. Sie schneidet nicht und versäubert nicht. Dafür brauchst du eine Overlock.
Reicht nicht eine Zwillingsnadel?
Für die Optik von oben oft ja. Unten fehlt die Verkettelung, und die Naht ist weniger belastbar. Wer viel dehnbare Kleidung näht, merkt den Unterschied spätestens nach ein paar Wäschen.
Was ist der Unterschied zwischen Euphoria und Primo?
Die Grundfunktionen und der Komfort sind gleich. Die Primo kann zusätzlich dekorative Coverstiche mit sichtbarem Deckfaden. Wer die nicht braucht, nimmt die Euphoria.
Lohnt sich stattdessen gleich eine Kombimaschine?
Kommt darauf an, wie du arbeitest. Eine Kombi spart Platz, muss aber bei jedem Wechsel umgebaut werden. Wir haben das in unserem Artikel zu den baby lock Coverlockmaschinen ausführlich aufgeschrieben.
Passt mein Overlock-Zubehör an die Covermaschine?
Nur teilweise. Für Covermaschinen gibt es eigene Füße, und Stoff- und Saumführungen sind modellgebunden. Frag im Zweifel kurz nach, bevor du bestellst.
Dieser Vergleich kommt aus einem echten Fachgeschäft: Nähdschungel in Solingen-Ohligs, zertifizierter baby lock Partner, Familienbetrieb in dritter Generation mit eigener Werkstatt. Alle drei Covermaschinen stehen bei uns im Laden. Wir empfehlen nur, was wir selbst verkaufen und reparieren – und sagen dir auch, wo sich der Aufpreis nicht lohnt.